Tributo al Coro dell’Armata Rossa : Tribut an den Chor der Roten Armee

Tributo al Coro dell’Armata Rossa
Tribut an den Chor der Roten Armee
Im Lichte der Kriege, die heute die Welt mit Blut überziehen, könnten manche diese Veröffentlichung für unangebracht halten. Doch meine Absicht ist nicht politisch: Es ist ein Akt der Dankbarkeit gegenüber Künstlern, die Schönheit geschenkt haben und die am Weihnachtstag 2016 bei einem tragischen Flugzeugunglück den Tod fanden.
Einige Wochen zuvor hatte ich das Glück, sie in Florenz zu hören, bei einem Konzert, das mit einem Stück endete, das a cappella vorgetragen wurde. Diese Stimmen, ohne Orchester, erschienen mir wie ein wahres Gebet, und aus jener Emotion entstand das Gedicht, das ich hier vorstelle.
Beim Hinausgehen jedoch geschah etwas, das ich nie vergessen werde. Während das Publikum sie am Haupteingang erwartete, begegnete ich mit einem Freund ihnen auf der Rückseite des Teatro del Maggio. Sie waren in ehrfürchtigem Schweigen. Wir grüßten sie mit einem Lächeln und einem «Bravi ragazzi!». Jemand drehte sich um, erwiderte dieses Lächeln und nickte. Kein Wort. Nur ein Bild, das ich im Herzen trage: das respektvolle Schweigen des Chores, ein erwidertes Lächeln und die Gewissheit, dass die Kunst auch ohne Worte zu sprechen weiß.
Musik, Gesang und Tanz vereinen und trennen nicht. Wie Robert Schumann (1810–1856) über die Musik sagte: «Schon allein indem man von ihr spricht, wird man zu Brüdern.»
Mögen sie in Frieden ruhen.
Gebet
In unserem Leben werden wir Dich suchen,
unseren Weg werden wir gehen,
wir werden uns verirren, uns verlieren,
doch stets um uns her werden wir schauen,
mit erhobenem Haupt werden wir gehen.
Unsere Suche werden wir fortsetzen,
mit unserem Glauben werden wir nicht nachlassen,
und wenn wir Dir eines Tages entgleiten,
nimm uns, Vater, mit Deiner Liebe.
In Dir vertrauen wir, Einzige Sonne,
Göttliches Licht aus Gold hat Dein Herz.
Führer des weiten, grenzenlosen Weges,
versage uns nicht die erbetene Hilfe,
wir bereuen es, Menschen zu sein,
wir flehen Dich an, schenke uns Vergebung,
um Deines Sohnes willen, des Erlösers,
Einziger Wahrer König und Heiland.
Wir beten und flehen Dich an, höre,
Du, der Du der Höchste Herr bist,
die demütige Bitte um Hilfe.
Als Menschen, reuige Sünder,
können wir Dir dieses Gebet darbringen,
gemacht mit einem Herzen voll Liebe.
Erhelle die Sterne, eingelegt
im Universum und auf dem Weg, der uns
führt, möge Dein Licht erstrahlen.
Am Ende unseres Weges angelangt,
und die letzten Säulen überschritten,
werden wir uns vor Deinem
Angesicht wiederfinden. Mit Deiner Führung
werden wir die Sieger sein, die Jünger
des Wahren, Einzigen, Einzigen Meisters.
Unsere Suche werden wir fortsetzen,
mit unserem Glauben werden wir nicht nachlassen,
und wenn wir Dir eines Tages entgleiten,
nimm uns, Vater, mit Deiner Liebe.
Florenz, 13.1.2017 um 12.15 Uhr
Text adaptiert und frei inspiriert von einem Stück des Chores der Roten Armee bei einem Konzert in Florenz am 7.11.2016.
Überarbeitet und erweitert am 2.1.2019 um 11.37 Uhr.
Bilder aus dem Internet und Video von Maurizio De Cicco.
Um das Stück zu hören, klicken Sie hier:
https://www.youtube.com/watch?v=AdSS1p4rOp8
Titelbild:
https://www.triesteprima.it/cronaca/coro-armata-rossa-trieste-unica-tappa-italiana.html
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