Vor langer, langer Zeit
ging die Sonne um Mitternacht auf.
Aus dem Herzen des Engelsterns,
der sein Ziel erreicht hatte,
entwich ein goldener Strahl,
der den traf,
der als das Erwartete Kind
für uns geboren war:
So wurde uns ein Sohn geschenkt.
Er sollte das Gesetz verändern,
die Welt erneuern,
den Weg zur Erhöhung zeichnen,
den Aufstieg zum Vater –
unmöglich zu vollbringen,
ohne dass Er herabgestiegen wäre.
Später gab Er sich selbst hin,
indem Er Sein Beispiel schenkte,
opferte Sich am Holz des Kreuzes,
rief uns alle mit lauter Stimme:
die Anwesenden, die Abwesenden,
die Blinden, die Tauben,
die körperlich Lebenden,
die geistig Schlafenden.
Jedes Jahr erinnern wir uns an jene Nacht,
als die Sonne um Mitternacht aufging.
Mit diesen schlichten Zeilen
erlaube ich mir nicht, jemandem eine Lehre zu erteilen –
nur Wünsche für die Wiedergeburt im Herzen,
indem man aus dem spirituellen Brunnen schöpft:
Liebe, Glaube und Erkenntnis –
zum Fest der Weihnacht.