Alla Città del Giglio An die Stadt der Lilie

Alla Città del Giglio
An die Stadt der Lilie
„Alla città del Giglio“ ist eines der Gedichte, die meiner Erfindung entspringen. Ich wollte ein Gedicht auf eine originelle Weise schreiben. Niemand vor mir hatte je daran gedacht, eines zu verfassen, das auf drei verschiedene Arten gelesen werden kann, indem man die Verse abwechselt. So habe ich mehrere davon geschrieben. Am 25. Mai 2018 um 10:23 Uhr habe ich das erste komponiert: „L’alternanza“.
Die Sammlung enthält 34 solcher Gedichte.
An die Stadt der Lilie
Kunst, Geschichte und Kultur –
so wird dein Wert bemessen,
und so atmet man die Luft
einer blühenden Vergangenheit,
die aus den Mauern dringt:
die innewohnende Schönheit,
Häuser, Kirchen und Monumente.
Doch deine Gegenwart heute
ist nicht mehr so erblüht,
spiegelt nicht mehr jenen Glanz.
Was man heute Neues sieht,
verleiht dir nicht die volle Ehre —
dir, am Ufer des Arno,
dir, dem Herzen Italiens,
du warst Stolz, du warst Ruhm,
und hast es mit Inbrunst gezeigt
durch die Jahrhunderte der Geschichte.
Lass deine Blume stets erstrahlen,
lass sie erneut erblühen,
lass die Kultur wieder aufleben,
erneut keimen und gedeihen
und sich in der Welt verbreiten —
ein florentinischer Stil,
dieser Stil zum Nachahmen,
dieser Stil zum Bewundern.
Florenz, 11. Februar 2019 – 18:13 Uhr
Auf Italienisch kann dieses Gedicht auf drei Arten gelesen werden:
So wie es geschrieben ist
Nur die ungeraden Verse
Nur die geraden Verse
Gedicht mit Verdienstpreis beim
5. Internationalen Literaturwettbewerb „Ponte Vecchio“ 2019
Titelbild: Lorenzo De Cicco
In Fremdsprachen bezieht sich die Übersetzung nur auf die vollständige Version.
In Italienisch hingegen kann das Gedicht auf drei verschiedene Weisen gelesen werden, wie es im Originalprojekt vorgesehen ist.
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