Di… versi ma uguali – Deu
Di… versi ma uguali
Di…Verse, doch gleich
Für unseren Schöpfer
sind wir alle ein Gedicht.
Vielleicht hat er uns so
gedacht, gewollt, erschaffen, geliebt.
Jedes einzelne Gedicht
besteht aus Versen, Strophen
und angewandter Metrik.
Jedes einzelne Geschöpf
hat sich eine Reise geschaffen,
ein Schicksal, ein Kreuz, das es zu tragen gilt,
und schleppt mit sich
dieses schwere
und bisweilen erdrückende Holz,
das wir ablegen
und bei unserer Rückkehr
wieder auf uns nehmen werden.
Und es wird immer dasselbe sein:
Jedes erschaffene Wesen ist,
was es war,
und wird sein, was es ist.
Die äußere Gestalt kann sich ändern,
die Nation, die Herkunft, die Hautfarbe,
die genetische Struktur
und all die damit verbundenen Merkmale,
durch die wir zu den Gestaltern unserer selbst werden
und der Ereignisse,
die uns betreffen:
doch die Individualität bleibt dieselbe.
In diesem Zusammenhang
macht der Schöpfer keine Unterschiede;
die Menschen tun es.
Jeder von uns wird geboren, lebt und stirbt:
allein dies macht uns gleich.
Niemand kann sich
diesem Gesetz entziehen.
So kann man nicht leben,
ohne geboren zu werden
und schließlich zu sterben.
Ebenso wenig kann man sterben,
ohne zuvor geboren worden zu sein
und gelebt zu haben,
auch wenn es
nur für einen einzigen Augenblick ist.
Jedes einzelne Gedicht
hat Verse aus… Versen,
und dies ist die einzige Verschiedenheit,
die wir benennen können.
Am Ende von allem
wird jedes erschaffene Wesen,
auf der Durchreise auf Erden,
geboren, lebt und stirbt,
und fliegt in eine andere Welt davon,
wie der Schmetterling, der, um zu leben,
seine farbenprächtigen Flügel schlägt.
Hier sind wir nicht verschieden,
sondern gleich.
Florenz, 30. Januar 2026 – 10:46 Uhr
Bild: Maurizio De Cicco
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